Reisebericht: Reise nach Görlitz und Oberlausitz vom 11.-17. Juni 2017

Bei strahlendem Sonnenschein und ohne Stau erreichten wir die fast 1000 Jahre alte östlichste Stadt Deutschlands mit ihren historischen Altstadtbauten aus Gotik, Renaissance und Barock. Das 4-Sterne Parkhotel lag idyllisch am Stadtrand im Stadtpark direkt an der Neiße mit wunderbarem Blick nach Polen. Dank eines unbekannten großzügigen edlen Spenders zeigte sich die Stadt Görlitz restauriert in einem guten Zustand. Am 1. Tag unserer Reise lernten wir bei einer Stadtführung Görlitz kennen und besuchten anschließend die Bastei. Im Café genossen wir eine Spezialität: Schlesische Mohnkließla. Dienstag nach dem Frühstück besichtigten wir die SenfStadt Bautzen, die europaweit bekannt ist. Dort wehte uns der Wind kräftig um die Ohren. Bei der Stadtführung erzählte man uns, dies wäre typisch für Bautzen. Am darauffolgenden Tag fuhren wir mit einer Kutsche durch die 800 ha große Parkanlage (1/3 gehört zu Deutschland – 2/3 liegen auf polnischem Gebiet) der Weltkulturerbestätte Fürst Pückler Park in Bad Muskau. Dieser Park wurde im Jahre 1815 vom Namensge-ber nach englischem Vorbild angelegt. Im Anschluß sahen wir uns unter fachkundiger Führung den Rhododendronpark Kromlau an. Der Geoparkführer vom Muskauer Faltenbogen (sehr schön ausgebildete Stauchendmoräne) zeigte uns u.a. den größten und ältesten noch blühenden Tulpenbaum – keine Magnolie! Donnerstag wurde uns in Zittau in der Museumskirche zum Heiligen Kreuz das 500 Jahre alte und 50 qm große Fastentuch gezeigt. Die 90 Bilder stellen die Bibelgeschichte des alten und neuen Testaments dar. In der Fastenzeit wurde dieses Tuch vor den Altar gehängt. Das Tuch ist einzigartig in Deutschland und bedeutend für Europa.

Auf dem Weg von Oybin zu unserem Hotel machten wir Halt in Herrnhut. Vor über 160 Jahren im Schloß der Herrnhuter Brüdergemeide entstanden gilt der Herrnhuter Stern als Ursprung aller Weihnachtssterne. Diese werden in Handarbeit hergestellt und weltweit vertrieben.

Am letzten Tag unserer Reise stand ein Besuch des größten aktiven Braunkohletagebaus und des Findlingsparks Nochten auf dem Programm. Auf dem Heimweg machen wir noch eine Kahnfahrt im Spreewald und versorgten uns mit Paules Gurken. Für die Organisation und Durchführung der gut geplanten Reise mit viel Programm sagen wir Annemarie und Norbert herzlichen Dank.

Annelie Maack u. Hella Plöhn

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